in nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti
(Im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes)
Der Kirchenstaat
Der Kirchenstaat war bzw. ist (siehe Vatikan) ein politisches Gebilde, das im Ursprung große Teile Mittelitaliens umfasste. Er gilt indes nicht als direkter Nachfolger der römischen Kirche, sondern entstand als weltliches Herrschaftsgebiet des Papstes, das sich aus Schenkungen und Eroberungen heraus entwickelte.
Die römische Kirche existierte bereits lange vor dem Kirchenstaat und hatte ihren Ursprung in den ersten christlichen Gemeinden in Rom. Der Kirchenstaat wurde 1870 aufgelöst, als das Königreich Italien Rom eroberte und den Kirchenstaat annektierte. Die Vatikanstadt, die heutige territoriale Basis des Papstes, entstand erst 1929 durch die Lateranverträge, die einen unabhängigen „Kirchen“-Staat innerhalb Roms erschufen. Die römische Kirche als Institution besteht weiter fort.
Die Christianisierung
So wie die vom Heiligen Papst* in Rom angeordneten „Kreuzzüge“ (11.-13. Jh.) im Nahen Osten erfolgte auch die Christianisierung, die im Norden Europas etwa im 9. Jahrhundert u.Z. begann, im Namen des Papstes und des „Heiligen Geistes“. Der Zweck war die politische, wirtschaftliche und religiöse Ausdehnung der kirchlichen Institution. Anfangs vielleicht in friedlicher Absicht von idealistischen Mönchen in vereinzelten Regionen praktiziert, begann die zielgerichtete gewaltsame „Bekehrung der Heiden“ spätestens mit Karl dem Großen. Die Sachsenkriege (772-804) sind hierfür ein prägendes Beispiel.
* Die Anfänge der päpstlichen Macht liegen im frühen Christentum im 1. Jahrhundert u.Z. mit Petrus, der als erster Bischof von Rom gilt. Die weltliche Herrschaft begann mit der Pippinischen Schenkung 756.
Conquista und Missionierung
Auch die Verbrechen an den indigenen Völkern Amerikas wurden im Namen des Christentums begangen, wobei die Eroberung und Kolonialisierung des Kontinents mit der Rechtfertigung durch religiöse Ideologie einherging. Dies führte zu gewaltsamer Unterdrückung, Vertreibung und dem Verlust von Land und Kultur.
Das Land der indigenen Völker war Gemeinschaftsbesitz und ihre Führer, die Häuptlinge, wurden in der Regel wegen ihrer herausragenden Fähigkeiten ausgewählt, nicht aufgrund einer familiären Erbfolge.
Planet Wissen/ Indigene Völker Nordamerikas
Missionierung und Zwangsbekehrung:
Christliche Missionare spielten eine aktive Rolle bei der Unterwerfung der indigenen Bevölkerung, indem sie deren traditionelle Glaubensvorstellungen ablehnten und zur Konversion zum Christentum zwangen.
Vertreibung und Enteignung:
Im Zuge der Kolonialisierung wurden indigene Völker gewaltsam von ihrem Land vertrieben, um Platz für europäische Siedler zu schaffen. Dies geschah oft unter dem Deckmantel der Zivilisierung und Christianisierung.
Gewalt und Unterdrückung:
Die Eroberung Amerikas war von zahlreichen gewalttätigen Konflikten begleitet, bei denen indigene Völker getötet, gefoltert und versklavt wurden.
Kultureller Genozid:
Die Zerstörung indigener Kulturen, Sprachen und Traditionen wurde als Mittel zur Assimilierung und Unterwerfung eingesetzt.
Rechtfertigung durch religiöse Ideologie:
Die Eroberung Amerikas wurde oft mit der Verbreitung des christlichen Glaubens und der vermeintlichen Überlegenheit der europäischen Kultur gerechtfertigt.
Es
ist wichtig, sich der dunklen Seite der Kolonialgeschichte bewusst zu
sein und die Verbrechen anzuerkennen, die im Namen des Christentums
begangen wurden!
Conquista (Eroberung):
Bezeichnet die militärische und politische Eroberung großer Teile Mittel- und Südamerikas durch spanische Truppen. Ziel war die Ausweitung des spanischen Reiches und die Ausbeutung der Ressourcen der eroberten Gebiete. Sie wurde von Konquistadoren wie Hernán Cortés und Francisco Pizarro angeführt. Hintergrund war die Reconquista auf der Iberischen Halbinsel, die als Vorbild für die Eroberung Amerikas diente.
Die Conquista schuf die Rahmenbedingungen für die Missionierung, indem sie den Weg für die spanische Herrschaft und die Errichtung von Strukturen ebnete. Die Missionierung diente oft als Rechtfertigung für die Eroberung, da sie als "Erlösung" der indigenen Völker dargestellt wurde.
Beide Prozesse waren eng miteinander verwoben und beeinflussten einander. Die Missionierung konnte die Eroberung erleichtern, während die Eroberung die Ausbreitung des Christentums ermöglichte.
Mehr zum Thema findet man (auch) unter folgendem Link:
(Neben den angegebenen Quellen verwendete ich für den Beitrag den Google-Service „Übersicht mit KI“.)
CDU + CSU - Man lese und staune über angebliche Werteorientierungen:
Übersicht mit KI
Die CDU und CSU sind eng mit dem Christentum verbunden, was sich in ihrem Namen, ihrer Geschichte und ihrem Selbstverständnis widerspiegelt. Beide Parteien betonen eine christliche Werteorientierung, wobei die CDU als gesamtdeutsche Partei und die CSU als bayerische Schwesterpartei agieren, laut Wikipedia und Wikipedia.
Ausführlicher:
Der Name "Christlich Demokratische Union" (CDU) und "Christlich-Soziale Union" (CSU) deutet bereits auf eine starke Verankerung im Christentum hin. Die Parteien betonen, dass ihre Politik auf christlichen Werten basiert, wie Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität.
Historische Entwicklung:
Die CDU/CSU entstand nach dem Zweiten Weltkrieg als eine Sammlung von Kräften, die sich an christlichen Werten orientierten und eine Alternative zu den bisherigen politischen Systemen bieten wollten, erklärt Konrad-Adenauer-Stiftung und Wikipedia.
Fraktionsgemeinschaft:
Die CDU und CSU bilden im Deutschen Bundestag eine gemeinsame Fraktionsgemeinschaft, was ihre enge Zusammenarbeit und gemeinsame Wertebasis unterstreicht.
Abgrenzung zu anderen Parteien:
Die CDU/CSU grenzt sich von Parteien ab, die keine christlichen Werte vertreten oder eine säkulare Politik verfolgen.
Kritik:
In den letzten Jahren gab es auch Kritik an der CDU/CSU, dass sie sich zu sehr von ihren christlichen Wurzeln entfernen würde, insbesondere in Bezug auf gesellschaftspolitische Themen, informiert Wikipedia.
Unterschiede zwischen CDU und CSU:
Während die CDU eine gesamtdeutsche Partei ist, ist die CSU ausschließlich in Bayern aktiv. Die CSU hatte von Anfang an auch eine starke Verankerung unter protestantischen Christen, während die frühere Bayerische Volkspartei (BVP) eine rein katholische Partei war, laut Wikipedia.
(Beitrag: Maik Nixdorf/ www.nixdorfmedien.de)